

An einem ganz normalen Tag kriegt mich niemand zu Gesicht
Ich mache das Radio an, damit jemand mit mir spricht
Der Regen putzt die Fenster und ich sitze stumm dahinter
Im Sommer lockt die Hoffnung, deshalb wartete ich auf den Winter
Gings mir besser, hätte ich heute nicht geraucht
Glück braucht Chancen, aber die sind mal verbraucht
Früher wurden wir nicht älter, heute sind wir plötzlich alt
Liebe kommt, Liebe geht, nur die Bissspur bleibt
Viele sind allein, umgeben von Menschen (ja)
Tragen Masken über innere Ängste
Seit mein Bruder weg ist, hab' ich andere Eltern
Seit Lukas starb ist die Welt noch ein bisschen kälter
Sie fragen, wie's so geht aber hören wollen sie's nicht
So zu tun, als ob, fühlt sich an wie eine Pflicht
Doch immer wenn ich glaube, dass es mich zerbricht
Singt der Wind ein kleines Lied nur für mich
An einem ganz normalen Tag kriegt mich niemand zu Gesicht
Wir stellen die Herzen hart, damit niemand es mehr bricht
Dein Handy weiß Bescheid, nein, die Welt liebt dich nicht
Und es hat seinen Preis, wenn sie lieblich zu dir spricht
Noch ein sinnloses Steak, noch ein neuer Versuch
Wir kriegen viele Likes, aber keinen Besuch
Ich liege im Bett, nur die Kisten hören die Hass-Tiraden
Das ist kein Trennungsgrund, sondern nur ein paar Eskapaden
Wie kann es dir so schlecht gehen, während andere nicht zu essen haben
Seit wie vielen Jahren stellen wir uns dieselben Fragen
Ich stehe vor dem Spiegel und zwing mir ein Lächeln ab
Suche die Schuld woanders
Obwohl ich selbst zu viele Schwächen habe, ja
Viele fühlen sich im Stich gelassen
Ich suche das Gute, aber kriege es gerade nicht zu fassen
Doch immer wenn ich spüre, dass das Leben wieder sticht
Singt der Wind ein kleines Lied für mich
An einem ganz normalen Tag kriegt dich niemand zu Gesicht
Wir stellen die Herzen hart, damit niemand es mehr bricht
Immer wenn ich spüre, dass das Leben wieder sticht
Singt der Wind ein kleines Lied für mich
Kilde: LRCLIB
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